Aktuelles Pilotprojekt

"SUPERTOLL, BITTE MEHR DAVON!"

 

Hamburg, 8. August 2019: Ein kreativer Festakt eröffnet das Pilotprojekt Stadtraum für Menschen der Initiative Altstadt für Alle! im Herzen der Altstadt. Bis 31. Oktober 2019 sind die Kleine Johannisstraße, die Schauenburger Straße und die Parkplätze am Dornbusch eine innovative Fußgängerzone. „Klappt das hier“, so verspricht Bezirksamtsleiter Falko Droßmann, „kann man das immer weiter fortführen.“

„Diesen Stadtraum können wir alle jetzt in Beschlag nehmen“, betont Johannes Jörn vom Vorstand der Patriotischen Gesellschaft in seiner Begrüßung. Und tatsächlich: Seit 1. August entdecken immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger das traditionsreiche Quartier direkt beim Rathausmarkt. Tag für Tag entwickelt sich der Stadtraum neu: Eine Sitzgruppe vor dem Friseur, eine Tischtennisplatte vor dem Herrenausstatter, kleine mobile Gärten von GRAU TRIFFT GRÜN, mobile Holzbänke und Sitzquadrate des Kollektivs LU’UM und gastronomische Angebote auf ehemaligen Parkplätzen laden ein zum Verweilen und Entdecken. Ein besonderes Highlight setzt die renommierte Ballonkünstlerin Sina Greinert mit ihren bunten Hutkreationen aus Kautschukballons, die schon bald viele Köpfe schmücken. „Heute haben die Bürger den Hut auf“, betont Rolf Kellner, Kurator des Kulturprogramms des Projekts.

Erfolgreicher Start eines ungewöhnlichen Projektes

Vor 15 Monaten entstand auf einem Workshop von Altstadt für Alle! die Idee, Stadtraum temporär autofrei zu gestalten. „Für mich als Stadtplaner, der meist in Zeiträumen von zehn oder mehr Jahren denkt, ist es einfach toll, in so kurzer Zeit ein Projekt zu realisieren, mit dem wir etwas ausprobieren können“, sagt Mario Bloem, Initiator und Verkehrsplaner des Projektes: „Heute bin ich einfach glücklich!“

Einzigartig an der Fußgängerzone im Rathausquartiert ist ihr Betrieb: Für drei Monate organisiert und managt Altstadt für Alle! als zivilgesellschaftliche Organisation einen innerstädtischen Raum: Mit gemieteten Straßenschildern, dem täglichen Ab- und Aufbau der Sperren, Anwohnerinformation, einem Kulturprogramm und Straßenraumgestaltung. Der intensive Dialog mit allen Akteuren vor Ort, Gastronomen, Einzelhändlern, Grundeigentümern, aber auch Logistikern und Verbänden hat sich ausgezahlt. Von Beginn an gab es eine breite Unterstützung und Zustimmung – vor allem aber auch intelligente Lösungen im Detail: So sorgen etwa feste Logistikzonen für eine verbesserte Belieferung zwischen 23 und 11 Uhr. Bewährt hat sich auch die Umstellungsphase vom 1. bis 7. August, in der sich alle Akteure an die neuen Regeln gewöhnen konnten.

Wie geht es weiter?

Die Fußgängerzone auf Zeit lädt ein zum Mitmachen und Mitgestalten. Das gilt für die Straßenraumgestaltung und auch für Angebote, Aktionen und Veranstaltungen. Interessierte können sich per Mail unter info@patriotische-gesellschaft.de melden.